Mehr als 50 Mitwirkende der Theater-AG entführen das Publikum in einen Räuberwald
Wirbelig ging es zu auf der Bühne der Realschule Weingarten bei den beiden Aufführungen von „Ronja Räubertochter“ nach dem Roman von Astrid Lindgren. 34 Schauspieler*innen aus den Klassenstufen 5 bis 10 standen, sprangen, tanzten, stritten, liebten, schliefen, kletterten im Räuberwald umher. Zwei rivalisierende Räubersippen kämpfen um die Vormachtstellung im Räuberwald, getrennt durch die Höllenschlucht und allerlei Prinzipien. Doch die Räubertochter Ronja auf der einen Seite und der Räubersohn Birk auf der anderen Seite (herausragend gespielt von Emma Multerer und Maria Winkel) lassen sich auf das Abenteuer Freundschaft ein und vereinen, nach einem fernsehreifen Showkampf, ihre Familien. Freche und bedrohliche Gnome sowie live gesungene, traurige Lieder, zotige Räuberausdrücke und dramatische Licht- und Toneffekte entführten das Publikum in den Räuberwald. Das imposante Bühnenbild mit riesigen Baumstämmen und einer zweistöckigen Räuberburg hatte die Leiterin der Theater-AG Bettina Beck mit ihrem Mann gebaut, der am zweiten Abend wegen Erkrankung des Räuberhauptmanns auf der Bühne einsprang. Zum Team der Theater-AG gehörten außer den Darstellenden eine Tanz-Crew aus Schülerinnen und Lehrerinnen und etwa 20 weitere Personen, die sich um Kostüme, Kulissen, Maske, Bewirtung, Licht- und Tontechnik kümmerten, so viele Beteiligte, dass beim Schlussapplaus die Breite der Bühne kaum ausreichte für alle. Die Qualität der Inszenierungen der Realschule Weingarten scheint sich herumgesprochen zu haben: es mussten fast 100 Zuschauerplätze nachgestuhlt werden zur Premiere.











